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CAR-T-Zelltherapie

„CAR-T-Zelltherapie – mit genetisch veränderten Immunzellen gegen den Krebs”

Von Gilead Sciences GmbH · 2022

Moderne Krebstherapien setzen zunehmend das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen bestimmte Krebserkrankungen ein. Für Professor Dr. med. Wolfgang Bethge, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin II und Leiter des Zentrums für Klinische Studien ZKS Tübingen, stellt die CAR-T-Zelltherapie (chimäre Antigenrezeptor-T-Zelltherapie) eine wichtige Behandlungsoption bei bestimmten Blutkrebsformen dar.

Bei CAR-T-Zelltherapien werden körpereigene Zellen eingesetzt. Was ist das Besondere an der Therapie?

Es werden patienteneigene Immunzellen, sogenannte T-Zellen, genetisch so modifiziert, dass sie spezifisch ein bestimmtes Oberflächenprotein auf Zielzellen erkennen. Dadurch können sie die Zielzellen, sprich Tumorzellen, angreifen und zerstören.

Prof. Dr. med. Wolfgang Bethge, Universitätsklinikum Tübingen

Wie läuft eine CAR-T-Zelltherapie ab?

Als Erstes müssen ausreichend T-Zellen aus dem Blut der Patientin oder des Patienten gesammelt werden. Diese werden anschließend in der Herstellungsstätte aufgereinigt, genetisch verändert und vermehrt. Nach Qualitätskontrollen erhält das zugelassene, qualifizierte Behandlungszentrum die Zellen tiefgefroren zurück. Vor Gabe der aufgetauten CAR-T-Zellen erfolgt eine Chemotherapie zur Lymphodepletion, sodass sich die CAR-T-Zellen nach der Gabe im Körper ausbreiten und vermehren können.

Welche Krebsarten können aktuell behandelt werden?

Derzeit ist die CAR-T-Zelltherapie bei bestimmten Formen von Lymphdrüsenkrebs sowie zur Behandlung einer bestimmten Form der Leukämie zugelassen. Die Behandlung erfolgt nur an spezialisierten und zertifizierten Zentren.

Welche Chancen kann eine CAR-T-Zelltherapie eröffnen?

Mit diesem Ansatz kann Betroffenen, die nach Therapieversagen bei einer Leukämie oder einem aggressiven Lymphom kaum noch Behandlungsmöglichkeiten haben, wieder eine Therapie mit einer potenziellen Aussicht auf Langzeitremission angeboten werden.

Worauf ist bei einer CAR-T-Zelltherapie hinsichtlich eventuell auftretender Nebenwirkungen zu achten?

Eine CAR-T-Zelltherapie kann schwere, lebensbedrohliche und auch tödliche Nebenwirkungen haben. Deshalb sind eine stationäre Überwachung und entsprechende Therapie notwendig. In vielen Fällen verlaufen die Nebenwirkungen jedoch moderat und sind handhabbar sowie in aller Regel reversibel.

Was bedeutet es für Sie, wenn Sie Erkrankten mit zuvor limitierten Behandlungsmöglichkeiten nun eine Therapieoption anbieten können?

Die CAR-T-Zelltherapie ist eine der großen Entwicklungen der letzten Jahre. Teilweise behandeln wir Krebskranke, die sonst keine längere Überlebenschance mehr hätten. Dass wir dadurch die Perspektive auf ein längeres Leben ermöglichen können, motiviert uns, diese Behandlungsform bei weiteren onkologischen Erkrankungen zu erforschen.

Kontakt

Gilead Sciences GmbH
Fraunhoferstraße 17
82152 Martinsried b. München
E-Mail: info@gilead-sciences.de
Web: https://www.gileadsciences.de

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