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Prostatakrebstherapie

Die moderne Prostatakrebstherapie – Impotenz und Inkontinenz vermeiden

Von Vitus Prostata Center Offenbach · 2020

Im VITUS Prostata Center Offenbach haben wir in den letzten acht Jahren mit der Methode der Irreversiblen Elektroporation (IRE – NanoKnife©) eine neue Behandlungsmethode für Prostatakrebs etabliert. Diese zerstört Krebs effektiv, ohne die gravierenden Nebenwirkungen herkömmlicher Therapien auszulösen. Prof. Dr. mult. Michael K. Stehling, Gründer und Ärztlicher Direktor, VITUS Prostate Center und Klinik, berichtet.

Millionen von Männern erkranken an Prostatakrebs, in Deutschland fast jeder Fünfte. Herkömmliche Behandlungen wie die chirurgische Entfernung der Prostata, auch Radikale Prostatektomie (RPE) genannt, und die Strahlentherapie (RT) sind mit schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden: Circa 70 Prozent aller Männer leiden danach unter Impotenz, 20 bis 50 Prozent unter Inkontinenz, Darm und Blasenproblemen. Während diese Behandlungen die Lebensqualität der betroffenen Männer signifikant einschränken, garantieren sie jedoch keineswegs eine Heilung. Eine Rückkehr des Prostatakrebses nach der Behandlung ist häufig: Bei 10 bis 30 Prozent der operierten Männer wächst innerhalb von fünf Jahren ein neues Karzinom.

Schonende, lokale Tumorzerstörung

Diese unbefriedigende Situation hat uns, ein interdisziplinäres Team aus Ärzten und Wissenschaftlern im VITUS Prostata Center sowie Prof. Boris Rubinsky an der Universität Berkeley,  motiviert, eine neue Behandlungsmethode, die Irreversible Elektroporation (IRE), zu entwickeln. Dies stellt im Vergleich zur chirurgischen Entfernung und zur Strahlentherapie eine fortschrittlichere und schonendere Methode dar. Sie ermöglicht eine verlässliche lokale Tumorzerstörung, jedoch ohne das Risiko der Inkontinenz und mit einer sehr niedrigen Impotenzrate von unter zehn Prozent. Dies wird durch die zellselektive Wirkweise der Elektro-Operationsverfahren (IRE, ECT, IR-ECT) erreicht, die weder Nerven, Gefäße noch andere Organstrukturen angreifen. Die Elektrochemotherapie (ECT) ist eine Variante der IRE, die mittels schonender elektrischer Pulse Poren in Zellmembranen induziert, ohne die Zelle zu töten. Diese sogenannte reversible Elektroporation wird seit Jahren in der Biologie eingesetzt, um große Moleküle über die Zellmembran in Zellen ein- und auszuschleusen. Kombiniert man die reversible Elektroporation mit der einmaligen Gabe eines Chemotherapeutikums, so tritt dieses in die gegeöffneten Zellen ein und entfaltet im Behandlungsfeld eine hundertfach stärkere Wirkung als eine herkömmliche Chemotherapie – fast ohne Nebenwirkungen im restlichen Körper. Diese Methode kann einzeln oder in Kombination mit IRE zur Behandlung großer Tumormassen oder aggressiver Prostatakarzinome eingesetzt werden, ohne wichtige anatomische Strukturen zu zerstören.

IRE bei fortgeschrittenen Karzinomen

Während ursprünglich angenommen wurde, daß mit IRE und seinen Varianten nur kleine, frühzeitige Prostatakarzinome behandelt werden können, nutzen wir IRE und ECT regelmäßig auch als „Problemlöser“ bei fortgeschrittenen Tumoren, den sogenannten T4-Karzinomen, die in die Blase, den Enddarm oder den Beckenboden eingewachsen sind und nicht mehr operativ behandelt werden können. Auch Karzinomrezidive nach radikaler Prostatektomie, Strahlentherapie und hochintensivem fokussiertem Ultraschall (HIFU) sowie Lymph- und Knochenmetastasen können mit IRE und ECT behandelt werden. Wir sind aktuell die weltweit führende Institution für die fokale Therapie von Prostatakrebs unter Vermeidung von Impotenz und Inkontinenz.

Kombination mit Immuntherapien

Eine zukunftsweisende Weiterentwicklung der Elektroporationsverfahren ist deren Kombination mit Immuntherapien. Bei IRE-und ECT-Behandlungen werden massenhaft Tumorantigene freigesetzt, über die das körpereigene Immunsystem Tumorzellen im Körper erkennen und bekämpfen können. Dabei spielen dendritische Zellen eine wesentliche Rolle: Sie erkennen die Tumorantigene und aktivieren T-Killerzellen, die die Tumorzellen angreifen und zerstören. Während normalerweise nur wenige dendritische Zellen im Blut vorhanden sind, können diese jedoch im Labor aus Blut gewonnen und vermehrt werden. Im VITUS Prostate Center nutzen wir diese neuartigen immunonkologischen Behandlungen, um Patienten nach der IRE-Behandlung gegen den Prostatakrebs „zu impfen“ und damit die Immunantwort gegen Krebszellen im ganzen Körper wesentlich zu verstärken.

Punktgenaue Behandlung von Metastasen

Als weitere fortschrittliche Behandlungsverfahren setzen wir im VITUS Prostata Center auf die radiochirurgische Behandlung von Lymphknotenmetastasen, die durch das Cyberknife ohne operativen Eingriff zerstört werden können. Bei fortgeschrittener Lymphknoten- und Knochenmetastasierung stellt die Radioligandentherapie mit Lutetium 177 eine Alternative zur Hormonentzugstherapie dar: Der Radioligand bindet sich selektiv an bestimmte Rezeptoren der Prostatakarzinomzellen und zerstört diese durch Bestrahlung aus nächster Nähe, ohne Einschränkung der Sexualfunktion.

Fazit: Elektroporationsbehandlungen von Prostatakrebs mit IRE und ECT sind ein wichtiger Meilensteinauf dem Weg zur Heilung von Prostatkrebs. Sie ermöglichen eine effektive, aber schonende Behandlung von Prostatakarzinomen und therapeutische Optionen bei fortgeschrittenen Tumoren und Karzinomrezidiven, die bisher gar nicht oder nur schlecht behandelbar waren.

Ihre Vorteile

- Kurze Behandlungsdauer (circa zwei bis drei Tage)

- Keine Nachbehandlung nötig

- Geringe oder keine Schmerzen

- Kein operativer Eingriff

Unsere Empfehlung für Sie

Nehmen Sie sich Zeit, sich ausführlich über moderne Behandlungsmethoden zu informieren. Prostatakrebs ist eine sehr langsam fortscheitende Erkrankung. Im VITUS Prostata Center helfen wir Ihnen gerne, die richtige Entscheidung zu treffen. Lassen Sie sich nicht zu einer Behandlung drängen, die Sie später bereuen.

Kontakt

Vitus Prostata Center Offenbach
Strahlenbergerstraße 110
63067 Frankfurt am Main
E-Mail: offenbach@vitusprostate.com
Web: vitusprostate.com

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