Personalisierte Therapie

Es geht voran

Von Mike Paßmann · 2014

Noch vor zehn Jahren kannte kaum ein Laie den Ausdruck „personalisierte Medizin“. Da war die Molekularbiologie, die Genetik, die Medizin schon seit vielen Jahren dabei, neue Zusammenhänge zu entdecken, die zur Entstehung von Krebs führen.

Somit war die Molekularbiologie auch neuen Therapieansätzen auf der Spur, vor allem medikamentösen – die darauf beruhen, dass nicht nur das Genom jedes einzelnen Menschen, sondern auch das diverser Krebsarten individuell verschieden ist. Deswegen kann der eine einen Tumor entwickeln, der andere nicht, und beim einen ein Medikament, eine Chemotherapie anschlagen und beim anderen nicht. Mit der Folge, dass immer feinere maßgeschneiderte Behandlungen zum Ansatz kommen – und immer öfter mit Erfolg. Aber was bedeutet das eigentlich? Wie lange lohnt es sich, wirksame Krebsmedikamente zu entwickeln, wenn die auf eine immer kleinere – eben „individuelle“ – Patientengruppe zugeschnitten sind? Fragt man Ärzte, wissen sie oft auch keine Antwort, verweisen auf die anderen Säulen der Therapie, Chirurgie und Bestrahlung. Laien mögen da ratlos werden. Ist das berüchtigte Ende der Fahnenstange erreicht? Nein. Denn nichts deutet darauf hin, dass nicht auch in den kommenden Jahrzehnten bedeutende Durchbrüche anstehen. Der Kampf ist lange nicht beendet. Die Hoffnung endet nicht.

Anzahl der Krebserkrankungen weltweit. Quelle: WHO, 2014
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