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Tumoren im Gehirn

„Fortschritte mit intraoperativer Therapie“

Von Universitätsmedizin Mannheim, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie · 2018

Grafik zur intraoperativen Therapie von Tumoren

Die Behandlungen von Tumoren im Gehirn sind eine komplexe Materie. Professor Dr. med. Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Mannheim, spricht über die Behandlungsmethoden und -erfolge bei der Strahlentherapie.

Die Behandlung von Gehirntumoren gilt als Königsdisziplin innerhalb der Strahlentherapie. Wo liegt hier die spezifische Schwierigkeit?

Bei der Behandlung von Tumoren im menschlichen Gehirn haben technische Innovationen und die medizinische Forschung große Fortschritte gebracht. Allem voran bringen die mittlerweile sehr präzise zu dosierende und gezielt fokussierbare Strahlentherapie den Patienten erhebliche Verbesserung der Perspektiven. Schwierigkeiten bereiten nach wie vor die zwar seltenen aber teilweise schwerwiegenden Strahlenfolgen, wie beispielsweise neurologische Ausfallserscheinungen oder mentale Störungen, weshalb eine qualifizierte Rehabilitation und neurologische Nachtherapien wichtig sind. 

Entsprechend müsste hier ja auch der stärkste Forschungsaufwand betrieben werden. Wie hoch ist der klinische Fortschritt in den letzten Jahren gewesen?

Dynamische Entwicklungen sind in der Technologie der Geräte zu verzeichnen. Hier geht es um die Integration der Bestrahlungssysteme die vor, in und nach der Operation im Einsatz sind. Perspektivisch gesehen könnten digitale Modelle von „Augmented Reality“ der nächste Schritt sein. 

Wo sehen Sie zukünftige Fortschritte für die Behandlung beziehungsweise was ist hier als Priorität zu sehen?

Für die Weiterentwicklung liegt der Fokus auf Integration. Wobei insbesondere die zielgerichtete intraoperative Strahlentherapie (IORT) speziell bei nicht vollständig zu entfernenden Tumoren ein Schwerpunkt ist

Was muss nun konkret getan werden, damit dieser klinische Fortschritt nachhaltig implementiert wird?

Strukturierte Verfahren in der Onkologie halte ich für enorm wichtig, um beispielsweise Leitlinien zu kreieren und systematische Schulungen zu etablieren. Dazu gehören unter anderem die gezielte Forschung. Insbesondere sei die umfangreiche Studie INTRAGO II zur IORT erwähnt, die multizentrisch und international aufgesetzt ist. Aus Deutschland nehmen vier Zentren an dieser Studie teil.

Was ist der aktuelle Stand der Heilkunde für die Behandlung von Gehirnmetastasen?

Bei Gehirnmetastasen ist bei entsprechender Symptomatik die schnelle operative Entfernung das Mittel der Wahl, um eine rasche Entlastung des Drucks im Gehirn zu erreichen und nachhaltige Folgen zu minimieren. Als zweiter Schritt oder wenn keine akuten Beschwerden vorliegen erfolgt in der Regel eine Strahlentherapie. Diese Strahlentherapie erfolgt aktuell jedoch standardmäßig mit externer Bestrahlung nach der Wundheilung. Bisherige Erkenntnisse einer Phase I/II Studie zeigen, dass sich durch die integrierte Anwendung von IORT direkt während der Operation das progressionsfreie Gesamtüberleben deutlich verlängert.

Kontakt

Universitätsmedizin Mannheim, Klinik für  Strahlentherapie und Radioonkologie

Theodor Kutzer-Ufer 1–3

68167 Mannheim 

E-Mail: strahlen@umm.de

Kontakt

Carl Zeiss Meditec AG
Göschwitzer Str. 51–52
07745 Jena
E-Mail: info.meditec@zeiss.com

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