Krebsvorsorge

Gute Prognose dank Früherkennung

Von Sebastian Juha Richter · 2014

Zur frühzeitigen Erkennung verschiedener Krebsarten gibt es Vorsorgeuntersuchungen. Leider werden diese noch immer von vielen Menschen nicht genutzt. Dabei können lebensbedrohliche Krebserkrankungen durch eine frühe Erkennung und Behandlung vermieden werden.

 Ärztin untersucht auffälligen Leberfleck. Regelmäßige Untersuchungen sind wichtig für Krebsvorsorge.

Gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen gibt es mittlerweile für Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs und Dickdarmkrebs. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragen und im Regelfall auch von den privaten Kassen übernommen. Früherkennung bei Krebs bedeutet, dass Gewebeveränderungen festgestellt werden, bevor die Patienten Symptome verspüren. Die Maßgabe ist, dass kleine örtliche begrenzte Tumoren besser behandelt werden können als größere oder solche, die schon Metastasen (Absiedlungen) gebildet haben.

Krebsvorsorge bei Prostata

Für Männer wird ab dem Alter von 45 Jahren eine jährliche Früherkennungsuntersuchung der Prostata (Vorsteherdrüse) und der Genitalien angeboten. Dies umfasst das Abtasten der Geschlechtsteile, der zugehörigen Lymphknoten und das rektale Abtasten der Prostata. Manchmal wird auch die Bestimmung des PSA-Wertes von Ärzten empfohlen, doch der Nutzen dieses Tests für die Früherkennung von Krebs ist umstritten, weswegen er nicht Teil des Früherkennungsprogramms ist. Möchte man diesen Test selbst bezahlen, werden meist Kosten zwischen 20 und 40 Euro fällig.

Gebärmutterhals- und Brustkrebs

Beim Gebärmutterhalsscreening für Frauen wird ab einem Alter von 20 Jahren einmal jährlich der weibliche Genitalbereich abgetastet und ein Abstrich von Muttermund und Gebärmutterhals genommen, um krankhafte Zellveränderungen nachzuweisen (PAP-Test). Die Früherkennung von Brustkrebs erfolgt in zwei Phasen. Ab 30 Jahren werden einmal jährlich die Brüste und Achselhöhlen abgetastet, um mögliche Tumoren zu finden. Außerdem lernen die Frauen, wie sie sich selbst untersuchen können. Die Selbstuntersuchung nimmt in der Krebsvorsorge eine wichtige Rolle ein und sollte auch jenseits der gesetzlichen Programme beim Arzt regelmäßig durchgeführt werden. Ab 50 Jahren erfolgen dann sogenannte Mammografien. Dabei handelt es sich um Röntgenaufnahmen der Brüste.

Dickdarm- und Hautkrebs

Für beide Geschlechter sind Untersuchungen auf Dickdarm- und Hautkrebs vorgesehen. Das Hautkrebsscreening kann man ab 35 Jahren alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Dabei wird die gesamte Körperoberfläche nach verdächtigen Hautpartien abgesucht, also auch die Kopfhaut und sämtliche Körperfalten wie Achselhöhlen oder die Zehenzwischenräume. Wie bei Brust, Hoden oder Prostata ist es auch hier sehr wichtig, selbst auf Veränderungen des Körpers zu achten. 

Die Früherkennung von Dickdarmkrebs wird ab 50 Jahren jährlich durchgeführt. Bis zum Alter von 55 Jahren wird nach verborgenem Blut im Stuhl gesucht. Anschließend besteht die Möglichkeit, diesen Test alle zwei Jahre durchzuführen oder zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren zu wählen. Bei familiärer Vorbelastung ist es meist möglich früher oder häufiger Untersuchungen von den Krankenkassen finanziert zu bekommen.

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