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Lebermetastasen

Weltpremiere für innovative SIRT-Krebstherapie

Von Terumo Deutschland GmbH · 2019

Anatomie der menschlichen Leber
Anatomie der menschlichen Leber. Foto: iStock/magicmine

In Dresden wurde erstmals ein erweitertes innovatives SIRT-Therapieverfahren in der klinischen Routine eingesetzt. Patienten mit Metastasen in der Leber lassen sich nun noch sicherer behandeln. Dabei wird das Krebsgewebe gleichzeitig ausgehungert und bestrahlt.

Bei der Behandlung von Lebermetastasen hat das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden erneut eine Vorreiterrolle eingenommen. Im Februar 2019 wurde weltweit erstmals bei einem Tumorpatienten in der klinischen Routine eine neue Diagnosesubstanz zur Vorbereitung einer SIRT-Therapie, der von Metastasen befallenen Leber, mit radioaktiv beladenen Kügelchen des Medizin-Unternehmens Terumo Deutschland, eingesetzt. Seit 2017 setzen Nuklearmediziner und Radiologen die mit Holmium-166 radioaktiv beladenen Kügelchen (QuiremSpheres®) ein. Der weltweit erste Patient in der klinischen Routine wurde ebenfalls am Universitätsklinikum Dresden behandelt. Das Therapeutikum dafür stammt, wie die neue Diagnosesubstanz, von Terumo.

Das Wachstum von Tumoren und Metastasen lässt sich mit der „Selektiven Internen Radio-Therapie“ (SIRT) in vielen Fällen wirksam bremsen. Das Krebsgewebe wird dabei gleichzeitig ausgehungert und bestrahlt. Für diese minimalinvasive Therapie nutzen die Nuklearmediziner und Radiologen Mikrosphären. Das sind feinste Kügelchen mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Mikrometern – was etwa einem Drittel eines Haares entspricht. Die winzigen Sphären werden über einen Katheter direkt in die Arterien der Leber eingeschleust. Aufgrund ihrer Größe passieren die Kügelchen das gesunde Gewebe, nicht jedoch kleinere Blutgefäße der Tumoren oder Metastasen, und verringern so deren Durchblutung. Gleichzeitig geben die Mikrosphären radioaktive Strahlung ab, die lokal begrenzt im Tumor wirkt. Die Methode wird ausschließlich bei Patienten mit Lebertumoren oder Lebermetastasen angewendet, bei denen eine Operation nicht infrage kommt. Um nur die vom Krebs befallenen Stellen mit den radioaktiven Kügelchen zu therapieren, müssen die Mediziner vor der eigentlichen Therapie eine Diagnosesubstanz verabreichen. 

Denn sollten gefäßbedingte, seltene Querverbindungen zum restlichen gesunden Teil der Leber oder zu anderen Organen bestehen, würde das Therapeutikum großen Schaden anrichten. Für den Test steht jetzt die „QuiremScoutTM“ von Terumo zur Verfügung. „Diese Diagnosesubstanz ist vom Durchmesser der Kügelchen und deren physikalischen Eigenschaften identisch zur in der Therapie verwendeten Substanz und gibt uns, sowie den Patienten, noch mehr Sicherheit“, sagt Professor Ralf-Thorsten Hoffmann, Chefarzt der Radiologie am Uniklinikum Dresden. Bereits im Januar 2019 wurde die Diagnosesubstanz auf dem Markt zugelassen. Damit können eventuell auch Patienten von einer SIRT-Therapie profitieren, welche unter vorheriger Verwendung der bislang einzig verfügbaren, jedoch dem Therapeutikum nicht identischen Substanz, untersucht und von einer SIRT-Behandlung ausgeschlossen werden mussten.

www.uniklinikum-dresden.de/rad
www.uniklinikum-dresden.de/nuk

Kontakt

Terumo Deutschland GmbH, Marketing Interventionelle Onkologie
Ludwig-Erhard-Straße 6
65760 Eschborn
E-Mail: terumo.germany@terumo-europe.com

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