Brustkrebstherapien

Knoten frühzeitig abklären lassen

Von Sandra Sehringer · 2021

Diagnose Brustkrebs: Sie trifft viele Frauen, in einzelnen Fällen jedoch auch Männer. Das Gute: Diese Krebsart ist gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Neben immer besseren Diagnostiken sind auch therapeutisch immense Fortschritte erkennbar.

Mehrere Frauenoberkörper mit rosa Brustkrebs-Schleifen
Das Risiko für Brustkrebs steigt vor allem zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Foto: iStock/Vasyl Dolmatov

Etwa eine von zehn Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Damit ist diese Krebsform die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, insbesondere zwischen 50 und 70 Jahren. Bei Männern ist Brustkrebs zwar selten, aber auch bei ihnen nimmt die Anzahl in den letzten Jahren zu. Die meisten Brustkrebserkrankungen sind heilbar. Die Überlebensrate liegt derzeit bei rund 88 Prozent.

Je kleiner, desto besser

Für die gute Prognose ist es sehr wichtig, dass man den Krebs frühzeitig erkennt und behandelt. Wissenschaftler aus Schweden konnten jetzt in einer aktuellen Studie zeigen, dass die Tumorgröße bei der Erstdiagnose den größten Einfluss auf die Heilungschancen hat. Erkennen Ärzte die Krebserkrankung bereits, wenn Geschwulste höchstens zehn Millimeter groß sind, sinkt demnach das Risiko für Tochtergeschwulste immens. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Brustkrebs nach der Therapie wiederkommt, nimmt deutlich ab. Umso wichtiger sind Untersuchungen zur Früherkennung. Dazu tastet der Gynäkologe das Gewebe regelmäßig ab, eventuell wird es auch mit einem Ultraschallgerät untersucht. Die derzeit am häufigsten angewandte Technik ist jedoch die Mammografie. Dabei erstellt man Röntgenaufnahmen der Brust, um mögliche Knoten oder Veränderungen im Gewebe sichtbar zu machen. Gerade jüngere Frauen haben allerdings oft ein deutlich dichteres Brustdrüsengewebe als ältere Frauen. Dies erschwert die Auswertung von Mammografien. Die Magnetresonanztomografie gilt als das treffsicherste bildgebende Verfahren, das auch ohne Strahlenbelastung auskommt. Um die Diagnosemöglichkeiten zu erweitern und zu vereinfachen, forschen Wissenschaftler seit einigen Jahren auch an Bluttests, die auf Brustkrebszellen hinweisen sollen. 

Brustkrebstherapien mit verminderter Strahlenbelastung 

Wird bei einer Untersuchung Brustkrebs diagnostiziert, stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Neben der Operation und der Behandlung mit Medikamenten ist die Strahlentherapie die häufigste Therapieform. Dabei tötet man krankes Gewebe mit hoch dosierter Strahlung ab. Heute gibt es dafür sogar Geräte, welche die Strahlung an die Atmung der Patientinnen und Patienten anpassen. Beim tiefen Einatmen ist somit das Herz weit vom Bestrahlungsgebiet entfernt, sodass die Strahlenbelastung reduziert wird.

Quellen:
Deutsche Krebsgesellschaft: Brustkrebs
Ärzteblatt: Brustdiagnostik: Im MRT höhere Trefferquote für Frühformen des Mammakarzinoms
Deutsche Krebshilfe: Brustkrebs

So lässt sich Brustkrebs vorbeugen

• Übergewicht vermeiden 

• Keinen bis wenig Alkohol

• Sport und viel regelmäßige Bewegung – vor allem nach den Wechseljahren

• Stillen

• Verzicht auf Hormone 

• Ausgewogene Ernährung

• Nikotinverzicht

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