Darmkrebs

Je früher, desto besser

Von Kira Taszman · 2020

Darmkarzinome entstehen nicht plötzlich, sondern wachsen innerhalb von mehreren Jahren. Je mehr man bei Darmkrebs auf Früherkennung setzt, desto besser sind die Chancen auf Heilung, die heutzutage durch vielfältige Behandlungen – Chemotherapie, Bestrahlung und Operation – erfolgen kann.

Detailaufnahme: Torso einer Person mit vorgehaltenem Modell des Darms
Foto: iStock/RyanKing999

Die Krankheit kommt schleichend. Meist haben Patienten, bei denen Darmkrebs diagnostiziert wird, keine auffälligen Symptome. Doch Veränderungen beim Stuhlgang können Warnzeichen sein: zum Beispiel Blut im oder am Stuhl oder der Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall. Auch zunächst gutartige Gewächse, die Darmpolypen, können später zu Darmkrebs führen. 

Darmkrebs befällt in Deutschland jährlich 32.900 Männer und 26.000 Frauen. Zwei Methoden dienen der frühzeitigen Erkennung der Erkrankung. Zum einen gibt es Tests auf verstecktes Blut im Stuhl. Zum anderen haben gesetzlich Versicherte Männer ab 50 und Frauen ab 55 Jahren einen Anspruch auf eine Darmspiegelung. Zwei Darmspiegelungen im Mindestabstand von zehn Jahren können durchgeführt werden.

Operative Eingriffe bei Darmkrebs

Darmkrebs kann heutzutage gut behandelt werden. In einem frühen Stadium von Dickdarmkrebs genügt zuweilen eine minimalinvasive Operation. Sie hat den Vorteil, dass die Narben erheblich kleiner und die Schmerzen nach der OP geringer sind und dadurch der Genesungsprozess des Patienten rascher erfolgt. In den meisten Fällen entschließen sich die Mediziner jedoch zur Resektion, wobei der tumoröse Darmabschnitt entfernt wird. Bei dem standardisierten Operationsverfahren entfernt man auch die zugehörigen Lymphdrüsen vollständig. Der Durchgang des Darms wird im Anschluss durch Zusammennähen der Darmenden wiederhergestellt.

Chemotherapie und Bestrahlung

Zusätzlich zu dem chirurgischen Eingriff erhalten einige Patienten auch eine Chemotherapie. Sie wird per Infusion oder Tabletten verabreicht und kann vor der OP erfolgen, um den Tumor zu verkleinern und ein Übergreifen auf andere Organe zu verhindern. Nach der OP wird sie angewendet, um das Rückfallrisiko zu senken. Bestrahlungen wendet man ausschließlich lokal an – an der Stelle des Tumors. Mithilfe ionisierender Strahlung werden die Krebszellen zerstört und die Tumoren verkleinert

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